Bonn wurde erstmalig schriftlich vom römischen Schriftsteller Florus zu dem Bau einer Rheinbrücke bei Bonna erwähnt. Schon die Römer gründeten 50 nach Chr. ein römisches Legionslager mit Namen "castra bonnensia".
Nach Abzug der Römer entwickelte sich das Lager; umfriedet mit einer Stadtmauerwurde sie ab dem 12. Jh. von den Kölner Erzbischöfen regiert. Diese residierten von 1238-1794 in Bonn.
Große Berühmtheit erlangt auch das Bonner Münster - zentrales, spätromanisches Bauwerk am Münsterplatz - erbaut im 11-13. Jh. Hier wurde im Jahre 1314 "Friederich der Schöne " und 1346 "Karl der IV" gekrönt.
Im Jahre 1989 feierte die Stadt Bonn ihr 2000-Jahrsfest.
Die nebenstehende Liste enthält nur die die bekanntesten Bauwerke, historischen Gebäude und Plätze sowie bedeutende Kirchen von Bonn. Es gibt noch viele weitere sehenswerte Orte, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde.

Ehemalige Residenz der Kölner Kurfürsten. Erbaut unter Kurfürst Joseph Clemens, der die Fertigstellung aber nicht mehr erlebte. Er starb 1723 und die Residenz blieb unvollendet.
Clemens August, der Nachfolger im Amt des Kurfürsten, trieb die Fertigstellung sowie die Erweiterung um das Koblenzer Tor (Michaelstor) während seiner Amtszeit 1723-1761) voran.

Während der Kriege 1777 und 1944 brannte das Schloß fast völlig aus und wurde danach nur teilweise wieder aufgebaut.
Erst durch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Schloß sein heutiges Erscheinungsbild.
Das Kurfürstliche Schloß ist heutiger Sitz der Rheinisch-Friedrich-Wilhelms-Universität (1818). Durch Gründungen der Mittelrheinischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien und verschiedener Max-Planck-Institute wurde Bonn zu einem Mittelpunkt des geistigen Lebens und der Forschung im 19. Jahrhundert.

Unter dem Kurfürsten Clemens-August entstand 1737 das Gebäude am dreieckigen Bonner-Marktplatz.
Über die Freitreppe mit den vergoldeten Gittern wurden Kaiser, Könige und Präsidenten sowie Weltstars aus Musik und Sport geführt und trugen sich in das "Goldene Buch" der Stadt ein.
Der tägliche Wochenmarkt, dessen Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht, ist der beste Ort, um Stadt und Leute kennen zulernen.

Das Koblenzer Tor (ehemalig Michaelstor) ist ein prächtiges Barocktor am Eingang zur Innenstadt mit ehemalig Sitz des Michaels Ordens.
In den seitlichen Durchgängen befanden sich früher Wach- und Zollstuben.

Oberhalb befinden sich die Personifizierungen der vier Tugenden des Michaelsordens: Frömmigkeit, Ausdauer, Stärke und Treue und als Mittelpunkt der vergoldete Bleiguss des Erzengels Michael.
Heute beherbergt es eine ethnologische Sammlung.

Der "Alte Zoll" ist eine Bastion aus dem 17. Jahrhundert, an der mittelalterlichen Stadtgrenze, einst kurfürstliches Zollhaus zur Erhebung des Rheinzolls.
Er wurde im Dreißigjährigen Krieg zur Festung, woran heute noch zwei Kanonen aus dieser Zeit erinnern.
Die herrliche Aussicht über den Rhein und ins Siebengebirge wird die ehemaligen Stadtväter dazu bewogen haben, einer der ersten Professoren der Bonner Universität, Ernst Moritz Arndt, ein Denkmal an diesem Ort zu setzen.

Geburtshaus des berühmten im Jahre 1770 in Bonn geborenen Komponisten.
Im Beethovenhaus, welches weitgehend im Original erhalten ist, finden Sie eine hochinteressante Ausstellung mit Gemälden, Büsten, Erstdrucke bedeutender Werke, Originalausgaben sowie Musikinstrumenten und Gegenständen aus seinem persönlichen Gebrauch.
Auch werden der letzte Flügel sowie die Hörinstrumente des Meisters ausgestellt.

Anlässlich des ersten Beethovenfestes der Stadt im Jahre 1845 (75. Geburtstag des Meisters) wurde das Beethovendenkmal auf dem Münsterplatz errichtet, welches auf einem interessanten Sockelrelief steht.
Weitere Informationen über das Beethovenhaus erhalten Sie bei einem Klick auf das Digitale Beethovenhaus-Bonn.

Der noch vorhandene Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert war ursprünglich am Ausgang der Sternstraße gelegen und wurde unsinnigerweise als Verkehrshindernis im Jahre 1898 abgerissen und erst 1900 wieder errichtet.


Die Mutter Ludwig van Beethovens fand auf dem alten Friedhof ihre letzte Ruhestätte, wo Ihr Grab erst 1932 wiederentdeckt wurde.

Die Münsterkirche (Münsterbasilika) ist eines der kunstgeschichtlich wichtigsten Bauwerke des Rheinlandes und bekanntes Wahrzeichen Bonns. Eine der wesentlichen Keimzellen der mittelalterlichen Stadtentwicklung.

Aus den von Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich 1686, im Zuge der Gegenreformation, bereitgestellten Mitteln entsteht in 31. jähriger Bauzeit für die in Bonn ansässigen Jesuiten dieser Kirchenneubau.

Im Inneren ist eine interessante Mischung verschiedener Baustile (mittelalterlich und barock) zu bewundern.
Spätgotische Pfeilerbasilika mit schönem Innenhof und einzige erhaltene gotische Kirche im alten Bonn. Hier übte schon der junge Beethoven, unweit seines Geburtshauses, auf der Orgel, welche 1944 jedoch im Zuge der Bombadierung Bonns zerstört wurde.
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